Manchmal ist nicht der neue Weg das Problem – sondern die alte Schublade
Manchmal ist nicht der neue Weg das Problem – sondern die alte Schublade
Warum wir Selbstständigkeit so oft mit den Maßstäben einer Anstellung beurteilen
Vielleicht kennst du das ja auch.
Du sitzt abends auf dem Sofa, vielleicht steht die Tasse Kaffee schon länger neben dir als geplant und ist inzwischen eher lauwarm als gemütlich, die Katze hat selbstverständlich den besten Platz beschlagnahmt und du scrollst noch ein bisschen durchs Handy, eigentlich ohne irgendetwas Bestimmtes zu suchen – und dann stolperst du über einen Beitrag von einer Frau, die erzählt, dass sie von zu Hause arbeitet, sich etwas Eigenes aufgebaut hat und ihre Zeit heute anders einteilen kann.
Und vielleicht bleibt dein Finger einen Moment auf dem Bildschirm stehen, nicht weil du sofort denkst: „Jaaa! Genau das mache ich!“, sondern weil da für einen ganz kurzen Moment dieser andere Gedanke auftaucht, vielleicht ganz leise und noch ein bisschen vorsichtig:
**Wie wäre das eigentlich für mich?**
Vielleicht arbeitest du seit Jahrzehnten angestellt und bist müde davon, dass dein Leben immer um Dienstpläne, Arbeitszeiten oder die Vorstellungen anderer herumgebaut wird, vielleicht merkst du langsam, dass die Rente irgendwann näher rückt und die Zahlen auf dem Papier nicht unbedingt dieses wohlige Gefühl auslösen, das man sich nach einem langen Arbeitsleben eigentlich wünschen würde, oder du möchtest schlicht und ergreifend wieder etwas Eigenes haben, bei dem du morgens nicht zuerst überlegst, was heute von dir erwartet wird, sondern auch einmal fragen darfst:
**Was will eigentlich ICH?**
Und kaum ist dieser kleine Gedanke da, meldet sich meistens schon die andere Stimme. Du kennst die wahrscheinlich. Diese wunderbar vernünftige Stimme, die nicht unbedingt böse ist und manchmal sogar ganz sinnvoll sein kann, die aber auch ein unglaubliches Talent dafür besitzt, einen gerade aufgeblühten Gedanken innerhalb von drei Sekunden wieder zusammenzufalten.
*Ja, aber …*
Was ist das überhaupt für eine Arbeit, wo bewirbt man sich da, was verdient man pro Stunde, ist das sicher, kann ich das überhaupt – und mei, in meinem Alter noch mal etwas Neues anfangen?
Genau solche Fragen begegnen mir immer wieder und weißt du was, ich finde sie überhaupt nicht blöd, denn je länger ich darüber nachdenke, desto mehr verstehe ich, warum wir sie stellen.
Die meisten von uns haben jahrzehntelang ein ziemlich klares Bild davon gelernt, wie Arbeit funktioniert: Du suchst eine Stelle, schreibst eine Bewerbung, hoffst, dass jemand dich nimmt, bekommst einen Arbeitsvertrag, jemand sagt dir, wann du da sein sollst und was deine Aufgaben sind, du arbeitest deine Stunden und am Monatsende landet dein Gehalt auf dem Konto.
Das kennen wir, das gibt uns Orientierung und selbst dann, wenn wir über den Chef schimpfen, morgens keine Lust haben oder uns manchmal fragen, ob wir das wirklich noch bis zur Rente machen wollen, kennen wir wenigstens die Regeln und wissen ungefähr, was morgen passiert.
Und dann kommt plötzlich so eine wie ich daher. 😹
Erzählt dir etwas von einem selbstständigen Weg, den du von zu Hause aufbauen kannst, von einem bestehenden System im Rücken, von Gemeinschaft, Empfehlungen und Begleitung und gleichzeitig davon, dass du trotzdem deinen eigenen Weg daraus machen sollst – und dein Kopf steht da wie vor einem Schrank mit zwanzig Schubladen und denkt:
**Wo zum Geier sortier ich DAS jetzt ein?**
Also nimmt er die Schublade, die er kennt: Arbeit. Und schwupps wird aus einem selbstständigen Weg im Kopf ein Homeoffice-Job, nur ist es eben keiner, und genau da fangen für mich viele dieser Missverständnisse an.
Nicht weil du irgendetwas nicht kapierst, nicht weil du neuen Dingen gegenüber verschlossen bist und auch nicht automatisch, weil du alles schlechtreden möchtest, sondern weil wir Menschen nun einmal versuchen, Neues mit dem zu verstehen, was wir bereits kennen. Das mache ich genauso, und manchmal merken wir gar nicht, dass wir dabei einfach die falsche Schublade erwischt haben.
Wenn du mich also fragst: **„Wo kann ich mich bei dir bewerben?“**, dann ist meine Antwort ganz schlicht: Gar nicht.
Und das meine ich überhaupt nicht abweisend. 😹
Du kannst dich bei mir nicht bewerben, weil ich dich nicht einstelle, ich bin nicht deine zukünftige Chefin, zahle dir keinen Stundenlohn und gebe dir morgens auch keine Liste, die du bis 17 Uhr abgearbeitet haben musst, denn wenn wir miteinander arbeiten, dann reden wir über **Selbstständigkeit**, und das ist nicht automatisch besser und auch nicht automatisch schlechter als eine Anstellung, aber es ist etwas anderes.
Und ich finde, du hast ein Recht darauf, diesen Unterschied zu kennen, **bevor** du dich für irgendetwas interessierst und nicht erst, wenn du schon drei Gespräche geführt hast und irgendwann feststellst, dass du eigentlich die ganze Zeit nach einem Minijob gesucht hast.
Wenn du einen festen Job im Homeoffice möchtest, mit festen Stunden und einem festen Betrag am Monatsende, dann möchte ich dir nicht erzählen, dass du bei mir genau richtig bist, nur damit wir irgendwie ins Gespräch kommen, sondern dann sage ich dir ganz ehrlich, dass das, was ich anbiete, nicht das ist, was du gerade suchst.
Punkt.
Oder – bei mir wahrscheinlich eher Punkt mit anschließendem Komma und noch drei Nebensätzen. 😹
Denn genau da beginnt für mich Ehrlichkeit, und gleichzeitig beginnt dort etwas, das ich unglaublich spannend finde, weil sich mit dem Wort **Selbstständigkeit** plötzlich die Fragen verändern.
Wenn du angestellt bist, fragst du vielleicht, was du pro Stunde verdienst, wie viele Stunden du arbeiten musst, wann du frei hast und welche Aufgaben du bekommst, während bei etwas Eigenem irgendwann Fragen auftauchen wie: Was möchte ich mir eigentlich aufbauen, wie möchte ich arbeiten, wie viel Platz soll diese Arbeit in meinem Leben bekommen, was kann ich schon, was muss ich noch lernen – und vor allem, **wie möchte ich eigentlich leben?**
Und ich glaube, genau diese Fragen können auch ein bisschen Angst machen, weil es plötzlich nicht mehr nur darum geht, ob jemand anderes dir einen passenden Arbeitsplatz anbietet, sondern darum, dass du selbst Entscheidungen treffen darfst und eben auch treffen musst.
Solange jemand anderes die Regeln festlegt, kann ich mich über diese Regeln ärgern, ich kann heimkommen und beim Abendessen schimpfen, ich kann meiner Freundin erzählen, was heute schon wieder los war, aber ich muss die Regeln nicht selbst machen. Wenn ich meinen eigenen Weg gehe, bekomme ich nicht nur Freiheit geschenkt, sondern die Verantwortung sitzt gleich mit im Paket.
Die lässt sich leider nicht abbestellen. 😹
Und das möchte ich dir auch gar nicht schönreden, denn Selbstständigkeit bedeutet für mich nicht, dass du zwei Stunden am Tag gemütlich am Handy herumtippst, während die Katze auf deinem Schoß schnurrt, der Kaffee duftet und irgendwo im Hintergrund das Geld vom Himmel klimpert.
Mei, wenn das funktionieren würde, hätte Krümel mein Business längst übernommen, denn Sofa kann der eindeutig besser als ich. 😹
Selbstständig von zu Hause zu arbeiten bedeutet für mich auch Arbeit, Lernen, Ausprobieren, manchmal auf die Nase fallen, wieder aufstehen, feststellen, dass eine Idee wunderbar klang und in der Praxis ungefähr so brauchbar war wie ein Regenschirm mit Loch, und dann eben überlegen, wie es anders gehen könnte.
Der große Unterschied liegt für mich woanders.
Ich kann mir diese Arbeit stärker um mein Leben herum aufbauen, statt mein ganzes Leben immer wieder um meine Arbeit herumzubauen, und wenn du vielleicht schon ein paar Jahrzehnte Arbeitsleben hinter dir hast, wenn dein Körper nicht mehr jeden Blödsinn kommentarlos mitmacht, wenn du Angehörige hast, um die du dich kümmerst, eine Katze, die selbstverständlich der Meinung ist, sämtliche Termine hätten sich nach ihr zu richten, oder wenn du einfach an diesem Punkt angekommen bist, an dem du dir denkst: **Ich möchte meine nächsten Jahre nicht mehr ausschließlich danach planen, wann irgendjemand anders mich braucht**, dann kann allein dieser Gedanke plötzlich etwas mit dir machen.
Nicht mehr nur: **Wie kann ich mich noch besser an meine Arbeit anpassen?**
Sondern irgendwann auch: **Wie könnte Arbeit eigentlich besser zu meinem Leben passen?**
Und kaum stellst du diese Frage, gehen schon die nächsten Schubladen auf.
Vielleicht denkst du jetzt: *Ja schön, Ursel, aber ich kann überhaupt nicht verkaufen und ich will auch meine Freundinnen nicht bequatschen*, vielleicht hast du Bilder im Kopf von Menschen, die plötzlich ihre gesamte Kontaktliste abtelefonieren und nach zwanzig Jahren die ehemalige Schulfreundin anschreiben mit einem verdächtig fröhlichen „Hallo, wir haben ja ewig nichts voneinander gehört“, obwohl beide ganz genau wissen, warum sie sich seit 1998 nicht mehr geschrieben haben. 😹
Vielleicht denkst du, du müsstest ständig fremde Menschen anschreiben, dein halbes Privatleben ins Internet stellen, dich jeden Tag vor eine Kamera setzen oder erst einmal zehntausend Follower sammeln, bevor überhaupt irgendetwas passieren kann, und vielleicht sitzt irgendwo im Hinterkopf auch noch dieser Satz, den ich gerade von Frauen jenseits der 50 immer wieder höre:
**„Für sowas bin ich doch sowieso zu alt.“**
Und bei dem Satz merke ich jedes Mal, wie es bei mir innerlich ein bisschen rappelt, weil ich mich wirklich frage, seit wann Lebenserfahrung eigentlich ein Verfallsdatum hat.
Vielleicht hast du Kinder großgezogen, gearbeitet, einen Haushalt gestemmt, dich um Eltern oder andere Menschen gekümmert, Beziehungen erlebt, Krisen überstanden, Entscheidungen getroffen, Rechnungen bezahlt, nachts wachgelegen, morgens trotzdem weitergemacht, bist hingefallen und wieder aufgestanden und hast wahrscheinlich mehr als einmal in deinem Leben vor irgendeinem Problem gestanden und gedacht: **Wie zum Teufel soll ich DAS jetzt auch noch schaffen?**, und irgendwie hast du einen Weg gefunden, vielleicht nicht immer elegant und bestimmt nicht immer mit einem strahlenden Lächeln, sondern manchmal mit verheulten Augen, kaltem Kaffee und dem dringenden Wunsch, für drei Wochen auf eine einsame Insel auszuwandern – aber du bist noch da.
Und dann soll dir ausgerechnet eine Zahl auf deinem Geburtstagskuchen erzählen, dass du nichts Neues mehr lernen, ausprobieren oder anfangen kannst?
Mei.
Über **diese** Schublade müssen wir wirklich noch einmal ganz gesondert reden. 😉
Und genau deshalb möchte ich hier heute auch gar nicht anfangen, dir zehn oder fünfzehn Missverständnisse sauber nummeriert vor die Füße zu legen, damit wir sie gemeinsam von eins bis zehn abhaken und du bei Nummer acht schon nicht mehr weißt, was ich dir bei Nummer drei eigentlich erzählen wollte.
Denn hinter jedem dieser Sätze steckt viel mehr.
Wenn du sagst: **„Ich kann nicht verkaufen“**, dann steckt dahinter vielleicht nicht die Tatsache, dass du es tatsächlich nicht kannst, sondern vielleicht eine Erfahrung, die du irgendwann gemacht hast, als dir selbst jemand etwas aufschwatzen wollte und du dich danach so unwohl gefühlt hast, dass du dir geschworen hast: *So möchte ich niemals sein.*
Vielleicht möchtest du durchaus etwas Eigenes aufbauen, aber du willst dabei nicht zu einer Frau werden, die bei jedem Gespräch heimlich überlegt, was sie dem Gegenüber jetzt verkaufen könnte, und ganz ehrlich, das möchte ich auch nicht.
Vielleicht kannst du dafür wunderbar zuhören und bist schon seit Jahren diejenige, bei der andere am Küchentisch sitzen und plötzlich Dinge erzählen, die sie eigentlich gar nicht erzählen wollten, vielleicht erklärst du komplizierte Sachen so, dass selbst jemand, der vorher nur Bahnhof verstanden hat, irgendwann sagt: „Ach sooo, jetzt hab ich’s“, vielleicht merkst du ziemlich schnell, wenn etwas zu einem Menschen nicht passt, und vielleicht bist du sogar die Frau, die noch eine Lösung findet, wenn drei andere längst mit den Schultern gezuckt und „geht nicht“ gesagt haben – nur hast du all das bisher nie unter dem großen Wort **Fähigkeiten** abgespeichert, weil es für dich einfach selbstverständlich ist und du dir denkst: *Mei, so bin ich halt.*
Und genau da möchte ich mit Frautark hinschauen.
Nicht zuerst darauf, wie ich dich möglichst schnell in irgendein bestehendes Schema bekomme, sondern darauf, was bei **DIR** eigentlich schon längst da ist.
Ich möchte keine kleine Ursel aus dir machen, um Himmels willen, eine reicht wirklich und manchmal bin ich mir nicht einmal sicher, ob die Welt mit dieser einen ausreichend vorbereitet war. 😹
Du bringst deine Geschichte mit, deine Art zu reden, deine Erfahrungen, deine Stärken und natürlich auch deine Unsicherheiten, denn die packen wir Menschen praktischerweise meistens gleich mit ein, und daraus kann niemals exakt derselbe Weg entstehen wie bei mir oder bei irgendeiner anderen Frau.
Ein bestehendes System kann dir Orientierung geben, eine Gemeinschaft kann dich auffangen, jemand mit Erfahrung kann neben dir stehen und sagen: „Schau, da bin ich schon mal gegen die Wand gelaufen, vielleicht musst du nicht unbedingt dieselbe nehmen“, aber am Ende musst **du** dich in deinem eigenen Weg noch erkennen können.
Denn wir Frauen haben uns, finde ich, lange genug gefragt, ob wir irgendwo hineinpassen.
Passe ich auf diese Stelle, bin ich gut genug dafür, kann ich das, bin ich qualifiziert genug, bin ich nicht zu alt, bin ich vielleicht zu langsam, bin ich zu leise, zu laut, zu dies, zu jenes – und irgendwann darf die Frage auch einmal andersherum gestellt werden:
**Passt das eigentlich zu MIR?**
Passt diese Art zu arbeiten zu meinem Leben, zu meiner Kraft, zu meiner Persönlichkeit und zu dem, was ich mir für meine nächsten Jahre wünsche, oder müsste ich mich schon wieder so sehr verbiegen, dass von meinem schönen neuen selbstbestimmten Weg am Ende nur eine andere Form von Hamsterrad übrig bleibt?
Das ist für mich eine viel spannendere Frage.
Und wenn du nach einem ehrlichen Blick darauf sagst: **„Nein Ursel, das ist überhaupt nicht meins“**, dann ist das keine Niederlage und ich werde auch nicht anfangen, dir zu erklären, warum du dich irrst.
Dann passt es nicht.
Fertig.
Denn ich brauche keine Frau, die sich von mir überreden lässt, und schon gar keine, die irgendwann morgens aufwacht und sich fragt, warum sie eigentlich etwas angefangen hat, das sie nie wirklich wollte.
Ich möchte lieber die Frau an meiner Seite haben, die irgendwann nachdenkt, vielleicht noch einmal eine Nacht darüber schläft, mir drei unbequeme Fragen stellt – die darf sie übrigens sehr gern stellen – und dann aus eigener Überzeugung sagt:
**„Ja, Ursel. Das könnte MEIN Weg sein.“**
Nicht meiner.
**Ihrer.**
Und vielleicht verstehst du jetzt auch ein bisschen besser, warum mich diese ganzen Missverständnisse inzwischen so beschäftigen, denn dahinter steckt für mich viel mehr als die Frage, ob jemand eine bestimmte Form von Selbstständigkeit richtig verstanden hat.
Da stecken unsere Vorstellungen davon drin, was „richtige Arbeit“ eigentlich ist, wie sicher Sicherheit wirklich ist, ob Verkaufen automatisch etwas Anrüchiges sein muss, wer an welcher Arbeit verdienen darf, ob Sichtbarkeit bedeutet, sein komplettes Leben öffentlich auszubreiten, ob Selbstständigkeit zwangsläufig bedeutet, mit allem alleine dazustehen – und eben auch diese hartnäckige Vorstellung, dass eine Frau irgendwann ein Alter erreicht, in dem sie gefälligst froh sein soll mit dem, was sie hat, statt noch einmal auf dumme Gedanken zu kommen. 😉
Und genau über diese Schubladen möchte ich nach und nach mit dir reden.
Nicht alle heute.
Mei, wir haben Zeit, und wenn ich versuche, sie alle in diesen einen Artikel zu stopfen, brauchen wir beide hinterher wahrscheinlich Kaffee und eine Brotzeit. 😹
Also machen wir es anders.
Wir ziehen immer mal wieder eine dieser Schubladen auf, schauen gemeinsam hinein, kramen ein bisschen darin herum, nehmen vielleicht den einen oder anderen alten Glaubenssatz in die Hand, drehen ihn einmal um und fragen uns ganz ohne Zwang:
**Stimmt das eigentlich wirklich – oder habe ich das einfach irgendwann so gelernt?**
Du musst danach keinen neuen Weg gehen und du musst meinen Weg auch nicht gut finden, du darfst sogar sagen: *Ursel, wär überhaupt nix für mich*, und damit kann ich wunderbar leben.
Aber vielleicht können wir uns gegenseitig etwas zugestehen, was mir immer wichtiger wird: einen neuen Weg erst einmal danach anzuschauen, **was er tatsächlich ist**, statt ihn schon vorher danach zu beurteilen, in welche unserer alten Schubladen er passt.
Denn manchmal ist gar nicht der neue Weg das Problem.
**Manchmal ist einfach die Schublade zu klein.**
Und beim nächsten Mal ziehen wir eine davon auf.
Aber wirklich nur eine.
Sonst liegt am Ende wieder der ganze Schrank auf dem Fußboden – und ich weiß jetzt schon, wer ihn wegräumen darf. 😹
Wenn du noch ein Stück mit mir weitergehen möchtest …
Vielleicht fragst du dich jetzt weniger, in welche Schublade ein neuer Weg gehört, sondern vielmehr, woher du eigentlich wissen sollst, welcher Weg DEINER sein könnte.
Genau darum geht es in meinem Frautark-Kompassartikel:
Dort erzähle ich dir, warum Frautark für mich nicht mit einem Geschäftsmodell angefangen hat, sondern mit der Frage, was eine Frau eigentlich braucht, um ihren eigenen Weg wieder zu sehen.
→ Hier weiterlesen:
Die erste Schublade ist offen 😹
Eine Frage begegnet mir besonders oft: „Wo kann ich mich bei dir bewerben?“ Und genau daran merkt man wunderbar, wie schnell wir selbstständiges Arbeiten von zu Hause mit einem klassischen Homeoffice-Job verwechseln.
Wenn du wissen möchtest, warum das zwei völlig verschiedene Dinge sind und weshalb dieser Unterschied für DICH wichtig ist, dann lies hier weiter:
Wo kann ich mich bei dir bewerben? – Warum selbstständig von zu Hause kein Homeoffice-Job ist
→ Hier weiterlesen:
Die zweite Schublade ist offen 😹
Vielleicht ist dein erster Gedanke bei einem selbstständigen Weg gar nicht die Frage nach der Bewerbung, sondern: „Ursel, ich kann doch überhaupt nicht verkaufen.“ Und genau bei diesem Satz lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen, denn vielleicht kannst du sehr wohl empfehlen, zuhören und Menschen begleiten – du möchtest bloß niemanden bequatschen. Und mei, das möchte ich auch nicht.
Die fünfte Schublade ist offen 😹
Von zu Hause arbeiten, freie Zeiteinteilung, Handy und Kaffee daneben – da entsteht schnell das Bild: „Dann klickst du halt ein bissl nebenbei und das Geld kommt schon.“ Schön wär’s. 😹 Flexibilität bedeutet für mich nicht, dass Arbeit keine Arbeit mehr ist, sondern dass ich wieder mehr mitentscheiden kann, wie die Arbeit in mein Leben passt.


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