SIE HAT TATSÄCHLICH AUF MICH GEWARTET 🌿
SIE HAT TATSÄCHLICH AUF MICH GEWARTET 🌿
Also, eigentlich wollte ich ja eine Pflanze.
Merk dir den Satz bitte, der wird noch wichtig. 😂
Ich hatte diese Monstera dubia gesehen und wusste ziemlich schnell, die muss ich haben, nicht riesig und fertig hochgezogen, sondern schön klein, damit ich selber zuschauen kann, wie sie wächst, wie sie neue Blätter bekommt und irgendwann das Brett hochkraxelt, das sie bei mir natürlich auch noch braucht.
Du kennst mich inzwischen vielleicht a weng, ich mag meine Pflanzen lieber klein, ich will sehen, wie sie sich entwickeln, ausprobieren, manchmal feststellen, Ursel, des war jetzt vielleicht nicht deine glorreichste Idee, und mich dann umso mehr freuen, wenn es trotzdem funktioniert.
Und diese Dubia hatte es mir sowieso angetan, weil sie eben ganz anders wächst als meine große Deliciosa, die inzwischen eher nach dem Motto lebt: Das Wohnzimmer gehört mir, ihr dürft aber noch drin wohnen. 😂
Die Dubia legt ihre Blätter ziemlich flach an ihre Kletterfläche und wächst daran nach oben, und genau das fand ich so schön.
Also hab ich gesucht.
Und dann fand ich Lisa.
Oder, na ja, ich dachte erst mal, ich hätte Lisa gefunden. 😜
Sie hatte genau so eine Dubia eingestellt, wie ich sie wollte, noch klein, im Glas, mit einem Holzstab und schon gut angewachsen.
Wir haben geschrieben und irgendwann kam von ihr dieser herrliche Satz:
„Sie wartet tatsächlich nur auf Sie.“
Mei.
Was willst denn da noch machen?
Wenn eine Pflanze schon auf mich wartet, kann ich sie ja schlecht sitzen lassen. 😂🌿
Und während wir noch hin und her geschrieben haben, hatte sie sogar schon ein neues Blatt bekommen, der Holzstab wurde langsam zu kurz und in meinem Hirnkastl lief sowieso schon das volle Programm, wo kommt sie hin, was bekommt sie zum Hochklettern, welchen Kasten nehme ich, wie befestige ich sie und wie soll das am Ende überhaupt ausschauen.
Also alles völlig normal bei mir. 😇
Dann meldete sich plötzlich Tom, Lisas Freund, und da kam die nächste kleine Wendung, denn die Pflanzen waren eigentlich seine, nur sein Account machte Probleme und deshalb hatte er sie kurzerhand bei Lisa eingestellt.
Gut, jetzt wusste ich wenigstens, mit wem ich es eigentlich zu tun hatte. 😂
Und dann stellte Tom diese eine ganz harmlose Frage:
Ob ich vielleicht noch andere Ableger oder Pflanzen brauchen könnte.
Meine Antwort?
„Die schau ich mir einfach vor Ort an.“
Ja.
Ich weiß.
Das hätte mir eigentlich eine Warnung sein können. 🤣
Also bin ich nach Regensburg gefahren.
Wegen einer Pflanze.
Einer.
Und dann stand ich da zwischen lauter jungen Pflanzen, Ablegern und Stecklingen, also nicht zwischen riesigen ausgewachsenen Pflanzen, wo du denkst, gut, die ist fertig, die stell ich jetzt irgendwo hin, sondern genau bei dem Zeug, wo ich sowieso schwach werde, weil ich lieber klein anfange und schaue, was draus wird.
Mit anderen Worten:
Genau mein Beuteschema.
Meine Dubia war natürlich auch da, die im Glas mit ihrem Holzstab, und die war sowieso schon meine, da gab’s nix mehr zu diskutieren. 😁
Und dann war da noch der Philodendron Majestic, den ich vorher schon interessant gefunden hatte, der war also wenigstens nicht völlig überraschend.
Aber dann war da halt noch was.
Und noch was.
Man schaut, man fragt, schaut noch einmal und irgendwann sollte man vielleicht besser aufhören zu zählen. 😂
Vier.
Gott sei Dank nur vier. 🤣🌿
Ich bin tatsächlich mit vier Pflanzen wieder heimgefahren, mit meiner Dubia, dem Majestic und noch zwei anderen Kandidaten, bei denen ich daheim erst einmal genauer schauen musste:
Was zum Geier hab ich da eigentlich alles mit heimgebracht? 😂
Für alle vier zusammen habe ich 40 Euro bezahlt, der Schaden hielt sich also wirklich in Grenzen, und bevor ich wieder gefahren bin, hab ich Tom noch eine meiner Blogkarten gegeben.
Das fand ich im Nachhinein eigentlich ziemlich lustig.
Ich bin mit seinen Pflanzen heimgefahren und er blieb mit meinem Blog zurück.
Mal schauen, wer von uns beiden sich da was eingefangen hat. 😂
So, Madame Dubia war also da.
Damit war die Sache aber natürlich noch lange nicht erledigt, denn die braucht ja etwas zum Hochklettern und ich will da nicht irgendein Stäbchen danebenstellen, sondern wenn schon, dann soll das auch schön ausschauen, funktionieren und zu mir und meiner Wohnung passen.
Einen neuen Kasten brauche ich wenigstens nicht.
Sie erbt den alten von meiner großen Deliciosa.
Ha.
Wieder was gespart. 😄
Aber ein Brett brauchen wir.
Und da kam mein Sohn ins Spiel.
Ich hatte nämlich sofort eines im Kopf, schön lang, ungefähr zwei Meter, naturbelassen, sogar noch mit Rinde dran, und ich dachte mir schon: Mei, das wäre doch perfekt für die Dubia.
Das Beste daran?
So ein Brett haben wir bereits.
Das Schlechte daran?
Jojo hat es.
Über seinem Bett.
Mit seinen Samurai-Schwertern dran. ⚔️😂
Nun kenne ich meinen Sohn ja nicht erst seit gestern und ich wusste ziemlich genau, wie begeistert er von meiner Idee sein würde, sein schönes Brett samt Schwertern abzubauen, nur weil seine Mutter plötzlich der Meinung ist, dass eine Monstera dubia dort besser aufgehoben wäre.
Für mich war das Brett nämlich inzwischen eindeutig:
„Perfekt für die Dubia.“
Für Jojo dagegen eher:
„Mein Brett. Meine Schwerter. Vergiss es.“
Und ganz ehrlich, ich kann ihn sogar verstehen, denn wenn einer bei mir ankäme und sagen würde, Ursel, deine Monstera steht da zwar ganz schön, aber ich bräuchte den Platz jetzt für was anderes, würde ich wahrscheinlich auch nicht begeistert Beifall klatschen.
Also gut.
Jojo darf sein Brett behalten.
Familienfrieden gerettet. 😂
Nur Madame Dubia braucht damit immer noch eins.
Bevor ich jetzt aber losrenne und ein neues kaufe, wird erst einmal geschaut, was wir schon haben, denn auf Rolands Garagenboden könnte durchaus noch irgendein brauchbares Brett herumliegen.
Nur kraxeln wir da nicht mehr selber rauf, wenn es nicht unbedingt sein muss.
Dafür haben wir Jojo. 😇😂
Der darf also Rolands Garagenboden plündern und ich kenn ihn ja, wenn er dort zwei brauchbare Bretter findet, wird er sowieso mitreden, welches wir nehmen, und wahrscheinlich sage ich dann, das eine schaut schöner aus, und von ihm kommt: „Nimm des andere, des is stabiler.“
Dann diskutieren wir a weng und am Ende wird es wahrscheinlich genau das, bei dem Größe, Optik und Stabilität zusammenpassen.
Und wenn da oben nix liegt, schauen wir eben weiter.
Vielleicht ein Naturbrett, vielleicht OSB, vielleicht entdecke ich im Baumarkt etwas ganz anderes, was mir gefällt, ich bin da überhaupt nicht festgelegt, denn am Ende muss es passen, mir gefallen und natürlich auch in meinen Geldbeutel passen.
Kies brauche ich sowieso noch, einen Untersetzer auch und inzwischen weiß ich sogar, dass ich Pflanzenbinder brauche, damit Madame am Anfang überhaupt weiß, wo es langgeht.
Also eigentlich eine ziemlich überschaubare Einkaufsliste:
Kies.
Brett.
Untersetzer.
Pflanzenbinder.
Und jetzt kommt der wichtigste Punkt:
NICHT IN DIE PFLANZENABTEILUNG GEHEN. 😂
Ich habe schließlich gerade vier neue Pflanzen heimgebracht und brauche keine fünfte.
Wirklich nicht.
Also zumindest heute nicht.
Mei, warten wir’s ab. 🌿🤣
Madame Dubia ist jedenfalls angekommen, aber bis sie endgültig in ihrem neuen Kasten sitzt und an ihrem Brett hochkraxeln darf, gibt’s noch a weng was zu tun, und wenn ich mir anschaue, was schon alles passiert ist, bevor sie überhaupt richtig eingezogen ist, habe ich so das Gefühl:
Die Geschichte ist noch lange nicht fertig.
Fortsetzung folgt. 🌿🍀
WENN DU NOCH A WENG DURCH MEINEN DSCHUNGEL SPAZIEREN MAGST 🌿
Warum ich lieber kleine Pflanzen kaufe
Hilfe, ich wohne im Dschungel!
Pflanzen sind Lebewesen. Punkt.
Themenwelt: Zwischen Monstera und Katzengras 🌿

Und wenn Madame Dubia ihre neue Wohnung bezogen hat, geht’s genau hier weiter. 😸

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