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Warum ich nicht gleich sage, um welche Firma es geht

7. Aug.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Sept.


Neulich hat mich wieder jemand gefragt:

„Warum sagst du eigentlich nicht gleich, um welche Firma es geht?“


Eine berechtigte Frage.

Früher hätte ich vermutlich sofort geantwortet: „Es geht um …“

Heute mache ich das bewusst anders.

Nicht, weil ich etwas verheimlichen möchte. Ganz im Gegenteil. Wer mit mir ins Gespräch kommt, erfährt selbstverständlich, mit welchen Partnerunternehmen ich zusammenarbeite, welche Kosten entstehen, wie das Ganze funktioniert und welche Voraussetzungen gelten.

Aber eben nicht als Erstes.



Denn bevor ich dir ein Werkzeug hinlege, möchte ich erst einmal wissen, was du überhaupt bauen möchtest.


Vielleicht suchst du einfach nach ein bisschen mehr finanziellem Spielraum. Vielleicht möchtest du dir langfristig etwas Eigenes aufbauen. Vielleicht möchtest du flexibel von zu Hause arbeiten. Oder du willst erst einmal herausfinden, ob so ein selbstständiger Weg überhaupt zu deinem Leben passt.



Das weiß ich nicht, wenn ich nur deinen Namen kenne.

Und du weißt noch nicht, ob das, was ich mache, für dich überhaupt interessant ist.


Genau deshalb frage ich lieber erst einmal:

Was wünschst du dir?Wie sieht dein Alltag aus?Wie viel Zeit möchtest oder kannst du investieren?Welche Erfahrungen hast du vielleicht schon gemacht?Und was möchtest du auf gar keinen Fall mehr?



Denn im Laufe der Jahre habe ich etwas beobachtet.

Sobald ein Firmenname fällt, passiert oft etwas Merkwürdiges. Die eine sagt sofort: „Kenn ich.“ Die nächste: „Hab ich schon mal gehört.“ Und eine dritte hat vielleicht irgendwann irgendwo etwas darüber gelesen und entscheidet innerhalb weniger Sekunden: „Nein, das ist nichts für mich.“



Vielleicht stimmt das sogar.

Vielleicht passt genau dieses Unternehmen tatsächlich nicht zu ihr.

Aber vielleicht hat sie gerade nur das Etikett gesehen und noch gar nicht geschaut, was dahintersteckt.



Und genau das ist etwas, das sich bei mir inzwischen durch ziemlich viele Lebensbereiche zieht: Ich schaue gern hinters Etikett.

Bei einer Schlagzeile genauso wie bei einem Produkt, einer Geschäftsidee – und eben auch bei einer Firma.


Ein Firmenname allein sagt mir nämlich noch nicht, wie ein Mensch damit arbeitet.

Ob jemand Druck macht oder dir Zeit lässt. Ob mit Kaltakquise gearbeitet wird oder nicht. Ob du in irgendein vorgefertigtes Schema passen sollst oder deinen eigenen Weg entwickeln darfst. Ob dir jemand das Blaue vom Himmel verspricht oder dir auch sagt, was Arbeit macht, was Geld kostet und wo die Grenzen liegen.



Und genau deshalb beginnt Frautark für mich nicht mit einer Firma.


Frautark beginnt mit der Frau.


Wenn ich dich ein bisschen kennengelernt habe, kann ich viel ehrlicher sagen:

„Ja, ich glaube, einer meiner Wege könnte zu dem passen, was du suchst.“

Oder genauso:

„Nein, ich glaube, das ist nicht deins.“


Beides ist für mich vollkommen in Ordnung.



Natürlich sind meine Partnerunternehmen wichtig. Ohne vernünftige Produkte, Infrastruktur und eine wirtschaftliche Grundlage funktioniert schließlich kein Geschäft. Und auch die Idee der Verbrauchergemeinschaft gehört zu meiner Arbeit: Menschen kaufen, nutzen und empfehlen ohnehin jeden Tag Dinge. Ich finde den Gedanken spannend, dass dabei nicht zwangsläufig nur große Handelsketten und Konzerne verdienen müssen, sondern Verbraucher selbst daran beteiligt sein können.



Aber auch das ist eben ein Werkzeug.



Und ein Werkzeug ist nur dann gut, wenn es zu dem passt, was jemand damit machen möchte.

Genau deshalb möchte ich auch nicht, dass eine Frau irgendwann aussieht wie eine Kopie von mir, meiner Upline oder irgendeiner Firma.


Sie soll ihre eigene Geschichte erzählen dürfen. Ihre eigenen Werte haben. Ihre eigene Art finden, mit Menschen zu sprechen. Und wenn sie daraus tatsächlich ein Business aufbauen möchte, dann soll daraus ihre eigene Unternehmerinnenmarke entstehen – nicht einfach ein weiteres Firmenprofil.


Darum sage ich nicht zuerst:

„Schau mal, mit welcher Firma ich arbeite.“

Ich frage lieber:

„Erzähl mir erst einmal, was du suchst.“



Und wenn wir beide merken, dass einer meiner Wege dazu passen könnte, kommt selbstverständlich alles auf den Tisch: Unternehmen, Produkte, Kosten, Voraussetzungen, Arbeitsweise – offen und ohne Geheimniskrämerei.


Denn eine gute Entscheidung braucht für mich keine Überraschung am Ende.

Sie braucht genügend Informationen, um selbst entscheiden zu können.


Und vielleicht ist genau das der Unterschied:

Ich suche nicht zuerst eine Frau für meine Firma.Ich schaue zuerst, welcher Weg zu dieser Frau passen könnte.



Wie siehst du das? Möchtest du zuerst den Firmennamen wissen – oder erst einmal verstehen, was du dort überhaupt tun würdest?



🌿 Wegweiser durchs Urselland

Wenn du bei diesem Gedanken noch ein Stückerl weitergehen möchtest, findest du im Urselland noch mehr darüber, warum für mich der Mensch vor irgendeinem System steht – und warum Selbstbestimmung auch bedeutet, nicht einfach das Etikett für die ganze Geschichte zu halten.


Eine Firma kann Produkte, Strukturen und Möglichkeiten bereitstellen. Aber sie kann nicht entscheiden, welcher Mensch du darin sein möchtest. Warum für mich deshalb der Mensch immer vor dem Firmennamen kommt.

Selbstbestimmung steckt nicht nur in den ganz großen Entscheidungen. Sie beginnt dort, wo ich mir erlaube, selbst hinzuschauen, Fragen zu stellen und einen Weg danach zu beurteilen, ob er tatsächlich zu meinem Leben passt.

Schublade auf, Mensch hinein – fertig ist das Urteil. In dieser Geschichte geht es darum, warum ein erster Eindruck eben noch lange nicht die ganze Geschichte erzählt.


Porträt von Ursel – bei Frautark steht zuerst der Mensch und nicht die Firma im Mittelpunkt

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