Die tägliche Mittagskonferenz im "Katzenbett"
Manchmal frage ich mich, warum wir überhaupt ein großes Bett haben.
Jeden Mittag läuft bei uns nämlich dieselbe Szene ab.
Kaum kuschle ich mich ein, dauert es nicht lange, bis Conny auftaucht. Ganz gelassen sucht sie sich ihren Platz und streckt sich aus, als hätte sie das Bett höchstpersönlich gekauft.
Krümel lässt sich auch nicht lange bitten. Er setzt sich erst einmal mitten hinein, beobachtet alles ganz genau und entscheidet dann, wo er heute liegen möchte.
Manchmal liegt jeder auf seiner Seite.
Manchmal kuscheln sich die beiden genau zwischen uns.
Und manchmal landen sie einfach zu unseren Füßen.
Mein Mann kommt dann dazu, schaut auf das Bett und sagt grinsend:
„Und wo soll ich jetzt noch hin?“
Ich muss jedes Mal lachen.
Denn irgendwie rücken wir alle ein Stück zusammen. Und erstaunlicherweise passt es am Ende doch immer.
Heute hat Krümel allerdings beschlossen, für eine kleine Überraschung zu sorgen.
Plötzlich spüre ich etwas an meinen Füßen.
Ich zucke zusammen.
Der kleine Kerl sitzt da und schleckt seelenruhig meine Fußsohlen.
Offenbar war aus seiner Sicht dringend Katzen-Fußpflege angesagt.
Ich musste so lachen.
Conny hat das Ganze übrigens völlig gelassen beobachtet. Wahrscheinlich dachte sie sich nur: „Der Bub hat halt wieder seine fünf Minuten.“
Genau solche Augenblicke sind es, die ich nie gegen ein perfekt aufgeräumtes Zuhause eintauschen würde.
Kein geschniegeltes Schlafzimmer.
Keine makellose Tagesdecke.
Sondern ein Bett, in dem zwei Katzen selbstverständlich dazugehören.
Ein Mann, der jeden Mittag aufs Neue versucht, noch ein freies Stück Matratze zu ergattern.
Und ich mittendrin.
Ursel denkt laut:
Manchmal suchen wir das große Glück.
Dabei liegt es vielleicht längst neben uns.
Es schnurrt.
Es macht sich breit.
Es klaut uns den Platz.
Es bringt uns zum Lachen.
Und irgendwann merken wir: Ein Zuhause ist nicht der Ort, an dem alles ordentlich ist.
Ein Zuhause ist der Ort, an dem jeder seinen Platz findet.
Auch wenn dafür alle ein bisschen zusammenrücken müssen.
Und ganz ehrlich?
Ich möchte keine einzige dieser täglichen Mittagskonferenzen missen. ❤️🐈🐈⬛
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Und jetzt bin ich neugierig:
Wer bestimmt bei euch die Platzverteilung auf dem Sofa oder im Bett – ihr oder eure Tiere? 😄 Erzählt mal!


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