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Wie Krümel endlich zu Krümel wurde

6. Aug.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. Aug.


Wer meine Geschichten schon länger verfolgt, hat es vielleicht bemerkt.

Der kleine schwarze Kater auf meinen Bildern sah irgendwie jedes Mal ein bissel anders aus.

Mal waren die Ohren zu groß.Mal war das Gesicht zu schmal.Mal schaute er viel zu brav.Und manchmal war er einfach nur irgendein süßer schwarzer Kater.

Aber eben nicht mein Krümel.

Und jedes Mal saß ich da, schaute das Bild an, legte den Kopf schief und sagte:

„Nee … des is ned mei Krümel.“ 😹



Ein schwarzer Kater ist noch lange kein Krümel



Das klingt vielleicht erst einmal ein bissel verrückt.

Schwarzes Fell. Gelbe Augen. Vier Pfoten. Ein Schwanz.

Was kann daran schon so schwierig sein?

Mei, wer Katzen kennt, weiß es besser.

Eine Katze besteht ja nicht nur aus Fellfarbe, Ohren und Schnurrhaaren. Da ist dieser ganz bestimmte Blick. Diese Haltung. Diese Mischung aus Unschuld und Schlitzohrigkeit, bei der du schon beim Anschauen weißt:

Der hat doch irgendwas vor.

Und genau dieser Blick fehlte.

Die Bilder waren hübsch. Wirklich.


Aber hübsch allein reicht halt nicht, wenn du eine Figur erschaffen möchtest, die irgendwann ihre eigenen Geschichten bekommt, freche Kommentare abgibt und bei der die Menschen sofort sagen:

„Ach schau, da ist ja Krümel.“



Also haben wir weitergesucht



Nelli und ich haben weitergetüftelt.

Foto für Foto.

Die Augen ein kleines Stück weiter auseinander.Das Gesicht etwas runder.Die Ohren nicht ganz so groß.Der Ausdruck ein bissel frecher.

Nicht zu glatt.Nicht zu perfekt.Nicht wie ein Kater, der morgens ordentlich sein Bett macht und anschließend die Steuererklärung sortiert.

Sondern wie einer, der ganz harmlos neben einer umgekippten Blumenvase sitzt und dich mit großen gelben Augen anschaut, als wollte er sagen:

„I? Des war bestimmt der Wind.“



Und trotzdem war es nicht einfach nur ein technisches Herumschrauben an einem Bild.

Es war eher wie ein Wiedererkennen.

Ich wusste vorher nicht ganz genau, wie Geschichten-Krümel aussehen musste. Aber ich wusste jedes Mal sehr genau, wenn er es nicht war.

Kennst du das?

Du kannst manchmal gar nicht richtig erklären, was du suchst. Aber sobald es vor dir steht, spürst du:

Ja.

Genau das ist es.


Und plötzlich schaute er mich an


Dann kam dieses eine Bild.

Ich sah es an.

Und da war kein langes Überlegen mehr.

Kein „Vielleicht müssten die Augen noch …“Kein „Könnten die Ohren ein bissel …“Kein „Eigentlich ganz schön, aber …“

Da war einfach nur:

„Ja! Genau so schaut mei Krümel aus.“

Das runde Gesicht.Die gelben Augen.Der junge, neugierige Ausdruck.Und dieser kleine Funken im Blick, bei dem man sofort ahnt, dass irgendwo im Hintergrund vermutlich bereits etwas scheppert.

Da war er endlich.

Krümel.

Nicht irgendeine schwarze Katze.

Mein Geschichten-Krümel.


KI hat ihn nicht einfach erschaffen


Und genau da liegt für mich ein wichtiger Unterschied.

Man kann eine KI bitten:

„Mach mir einen schwarzen Kater.“

Dann bekommt man wahrscheinlich auch einen schwarzen Kater.

Vielleicht sogar einen wunderschönen.

Aber etwas Eigenes entsteht für mich nicht dadurch, dass ich einmal einen Knopf drücke und das erste Ergebnis nehme.

Es entsteht im gemeinsamen Entwickeln.

Im Anschauen. Im Verwerfen. Im Weiterdenken. Im Spüren, was schon passt und was noch nicht.

Die KI hat Krümel nicht allein erschaffen.

Wir haben ihn gemeinsam gesucht.

So lange, bis er uns endlich aus dem Bild angeschaut hat und ich ihn wiedererkannt habe, obwohl es ihn genau so vorher noch gar nicht gegeben hatte.

Des ist eigentlich schon ein komischer Gedanke, gell?



Vielleicht suchen wir manchmal nicht nach etwas Neuem


Manchmal glauben wir, wir müssten etwas völlig Neues erfinden.

Eine neue Idee.Eine neue Richtung.Eine neue Version von uns selbst.

Aber vielleicht geht es gar nicht immer ums Erfinden.

Vielleicht geht es manchmal einfach ums Freilegen.

So wie bei Krümel.

Er war nicht im ersten Bild da. Und auch nicht im zweiten.

Aber mit jedem Versuch wurde klarer, was zu ihm gehört und was nicht.

Und vielleicht ist es bei uns Menschen ganz ähnlich.

Wir müssen nicht irgendeine glatte, perfekte Version von uns werden.

Wir dürfen so lange hinschauen, ausprobieren und nachjustieren, bis wir irgendwann sagen können:

„Ja. Des bin wirklich ich.“

Nicht irgendeine Frau.Nicht irgendeine Marke.Nicht irgendeine Kopie von dem, was angeblich gerade gut funktioniert.


Sondern du.

Mit deinem Blick auf die Welt.Deinem Humor.Deinen Ecken.Deiner Geschichte.

Und vielleicht sogar mit einem kleinen frechen Kater an deiner Seite, der leise murmelt:

„Wird aa Zeit, dass’d di endlich erkennst.“ 😼

Heute weiß ich jedenfalls:

Geschichten-Krümel bleibt.

Mit genau diesem Gesicht. Mit genau diesem Blick.Und vermutlich mit jeder Menge Unsinn im Kopf.

Denn manches muss nicht perfekt sein.

Es muss sich nur richtig anfühlen.

Und Krümel?Wie Krümel endlich zu Krümel wurde



🐾 Deine Lesereise durch Krümels Welt

Wenn du Krümel noch nicht kennst, fang hier an – mit seinen Gedanken, Geschichten und seiner ganz eigenen Sicht auf uns Menschen.


Wenn Krümel am Fenster sitzt, wird aus Beobachten ziemlich schnell Philosophieren. Natürlich auf Krümel-Art.


Und wenn du wissen möchtest, wie aus einem schwarzen Kater überhaupt eine ganze kleine Geschichtenwelt geworden ist, geht’s hier weiter.


🐾 Krümel meint dazu:„Mei, des Aussehn hamma irgendwann hing'kriegt. Beim Charakter war i von Anfang an perfekt.“ 😹




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