Weniger Reichweite. Mehr Wirkung. Warum ich keinen Trichter baue, sondern einen Leuchtturm
Viele Menschen, die auf Facebook schreiben, denken zuerst an Reichweite.
Mehr Aufrufe.Mehr Reaktionen.Mehr Menschen, die den Beitrag wenigstens einmal kurz im Vorbeiscrollen gesehen haben.
Mei, klingt ja auch erst einmal logisch. Wenn viele Menschen einen Beitrag sehen, müsste doch auch mehr dabei herauskommen.
Früher hätte ich vermutlich genauso gedacht.
Heute sehe ich das anders.
Ich möchte lieber zwanzig Frauen erreichen, die wirklich lesen, die sich angesprochen fühlen und vielleicht sogar denken:„Ja. Genau darum geht es bei mir.“
Als zweitausend Menschen, die kurz mit dem Daumen über meinen Beitrag wischen und nach drei Sekunden schon wieder vergessen haben, dass es mich überhaupt gibt.
Denn Reichweite allein sagt noch nichts darüber aus, ob ein Beitrag wirklich jemanden erreicht hat.
Manchmal sehen viele Menschen deine Worte.Aber nur wenige fühlen sich gemeint.
Und manchmal lesen nur wenige Menschen mit – doch eine davon bleibt stehen, denkt nach und trägt deinen Gedanken noch Stunden später mit sich herum.
Für mich ist genau das Wirkung.
Ich schreibe nicht für alle
Das war für mich eine wichtige Erkenntnis.
Sobald du versuchst, für alle zu schreiben, wird dein Text oft so allgemein, dass sich am Ende niemand wirklich darin wiederfindet.
Dann entstehen Sätze, denen niemand widersprechen kann – die aber auch niemandem im Herzen hängen bleiben.
Alles klingt freundlich.Alles klingt vernünftig.Aber nichts berührt.
Ich möchte nicht für „alle Frauen“ schreiben.
Ich schreibe für die Frau, die viel getragen hat.
Für die Frau, die lange funktioniert hat, morgens vielleicht zuerst die Katze füttert, dann ihren Alltag stemmt und abends erschöpft auf dem Sofa sitzt und sich fragt, wann eigentlich sie selbst einmal wieder dran ist.
Für die Frau, die nicht nach dem nächsten großen Versprechen sucht.
Für die Frau, die keinen Menschen braucht, der ihr erklärt, sie müsse einfach nur positiv denken, größer träumen und sich endlich einmal richtig anstrengen.
Sie hat sich oft genug angestrengt.
Sie braucht keinen Druck.
Sie braucht Klarheit, einen ehrlichen Weg und vielleicht jemanden, der ihr die Hand reicht, ohne an ihr zu ziehen.
Und wenn diese Frau meinen Text liest, dann soll sie nicht erst nach dem achten Absatz rätseln müssen, ob ich vielleicht sie meinen könnte.
Sie soll möglichst schnell spüren:
Hier geht es um mich.
Weniger Menschen bedeutet nicht weniger Wert
Wir leben in einer Zeit, in der Zahlen schnell wichtiger werden als Menschen.
Wie viele Follower?Wie viele Likes?Wie viele Klicks?Wie viele Anfragen?
Natürlich sind Zahlen nicht völlig unwichtig. Ich möchte ja auch wissen, ob das, was ich schreibe, überhaupt irgendwo ankommt.
Aber Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte.
Ein Beitrag mit hundert Reaktionen kann verpuffen.
Ein Beitrag mit fünf Reaktionen kann das Leben einer Frau an einem wichtigen Punkt berühren.
Vielleicht liest sie still mit.Vielleicht speichert sie den Beitrag.Vielleicht traut sie sich erst Wochen später, mir zu schreiben.
Diese Frau taucht in keiner lauten Erfolgsstatistik auf.
Aber sie zählt.
Und genau deshalb möchte ich meine Arbeit nicht danach ausrichten, möglichst viele Menschen irgendwie einzusammeln.
Ich möchte so klar werden, dass die richtigen Menschen mich erkennen können.
Ich will keinen Trichter bauen
Im Marketing wird gern von Trichtern gesprochen.
Oben kommen möglichst viele Menschen hinein. Unten bleiben ein paar übrig.
Ich verstehe den Gedanken dahinter. Trotzdem fühlt sich dieses Bild für mich nicht richtig an.
Ich möchte keine Menschen irgendwo hineinziehen und schauen, wer unten herausfällt.
Ich baue lieber einen Leuchtturm.
Ein Leuchtturm rennt niemandem hinterher. Er schreit nicht übers Meer. Er verspricht keinem Schiff, dass es nie wieder einen Sturm geben wird.
Er steht da.
Klar.Verlässlich.Sichtbar.
Er zeigt eine Richtung.
Und jedes Schiff entscheidet selbst, ob dieses Licht gerade wichtig ist.
So verstehe ich auch Frautark.
Ich möchte keine möglichst große Masse anziehen. Ich möchte sichtbar machen, wofür ich stehe, wie ich arbeite und welche Frauen sich bei mir wohlfühlen könnten.
Frautark beginnt nicht mit einer Firma.
Frautark beginnt mit der Frau.
Mit ihrer Geschichte. Mit ihren Stärken. Mit dem, was sie erlebt hat.Und auch mit dem, was sie nicht mehr möchte.
Ich möchte keine Kopien aufbauen.
Ich möchte Frauen dabei begleiten, wiederzuentdecken, was längst in ihnen steckt, und daraus ihren eigenen Weg zu entwickeln.
Nicht meinen Weg nachzulaufen.
Ihren eigenen.
Mehr darüber, wie ich diesen Gedanken für mich gefunden habe, erzähle ich in meinem Grundartikel:
Die richtigen Menschen erkennst du nicht an der Lautstärke
Die passende Frau ist nicht immer diejenige, die sofort kommentiert.
Manchmal ist sie still.
Sie liest erst einmal.Sie beobachtet.Sie prüft, ob deine Worte und dein Verhalten zusammenpassen.
Gerade Frauen, die schon viel erlebt haben, springen nicht mehr auf jedes bunte Versprechen an.
Und ehrlich gesagt finde ich das gut.
Ich möchte keine Frau überzeugen, die eigentlich etwas ganz anderes sucht.
Wer eine Festanstellung möchte, ist bei mir nicht richtig.
Wer schnelles Geld sucht, ebenfalls nicht.
Wer erwartet, dass jemand anderes den ganzen Weg für sie geht, wird vermutlich auch enttäuscht sein.
Aber eine Frau, die spürt, dass sie noch einmal etwas Eigenes aufbauen möchte, die lernen will und trotzdem sie selbst bleiben möchte – mit ihr lohnt sich ein echtes Gespräch.
Nicht als Bewerbungsgespräch.
Nicht von oben nach unten.
Sondern als Kennenlernen auf Augenhöhe.
Wir schauen gemeinsam, ob einer meiner Wege zu ihr passen könnte.
Und genauso darf sie prüfen, ob ich die richtige Begleiterin für sie bin.
Wirkung beginnt mit Klarheit
Je klarer ich schreibe, desto weniger Menschen werden sich angesprochen fühlen.
Das klingt im ersten Moment vielleicht erschreckend.
Aber es ist kein Verlust.
Es ist ein Filter.
Wenn ich klar sage, dass es um einen selbstständigen Weg geht, fallen Menschen weg, die eine normale Anstellung suchen.
Wenn ich klar sage, dass ich keine schnellen Reichtumsversprechen mache, fallen Menschen weg, die genau das hören möchten.
Wenn ich klar sage, dass Frautark keine Kopien aufbaut, sondern Originale begleitet, dann bleiben eher die Frauen stehen, die genau danach suchen.
Das spart Zeit.
Es schützt beide Seiten vor falschen Erwartungen.
Und es macht die wenigen Gespräche, die entstehen, viel wertvoller.
Denn ich möchte nicht möglichst viele Anfragen.
Ich möchte möglichst passende.
Vielleicht brauchst du keine größere Reichweite
Vielleicht brauchst du nicht noch mehr Menschen, die deinen Beitrag kurz sehen.
Vielleicht brauchst du klarere Worte.
Vielleicht musst du nicht lauter werden.
Vielleicht darfst du genauer werden.
Frag dich einmal bei deinen letzten Beiträgen:
War sofort erkennbar, worum es geht?
War klar, für wen du schreibst?
Konnte deine Wunschperson sich darin wirklich wiederfinden?
Oder war dein Text so allgemein, dass irgendwie jeder zustimmen konnte – aber niemand stehen blieb?
Ich stelle mir beim Schreiben oft nicht eine große Menschenmenge vor.
Ich stelle mir eine einzelne Frau vor.
Sie sitzt vielleicht gerade mit einer Tasse Kaffee am Küchentisch. Die Katze liegt daneben, als hätte sie den ganzen Vormittag schwer gearbeitet. Und diese Frau fragt sich, ob es für sie noch einen neuen Weg geben könnte.
Für diese Frau schreibe ich.
Nicht für eine Zahl.
Mein Ziel ist nicht, bekannt zu werden
Natürlich freue ich mich, wenn meine Beiträge geteilt werden und mehr Menschen erreichen.
Aber bekannt zu werden ist nicht mein eigentliches Ziel.
Ich möchte erkennbar werden.
Die Frau, die zu mir passt, soll wissen:
Hier muss ich niemand anderes werden.
Hier wird mir kein fertiger Anzug übergestülpt.
Hier darf ich herausfinden, was zu mir, meinem Leben und meinen Möglichkeiten passt.
Ich baue kein Firmenprofil auf.
Ich baue meine Marke auf.
Und ich begleite Frauen dabei, ebenfalls ihre eigene Marke, ihre eigene Stimme und ihren eigenen Weg zu entwickeln.
Denn nicht die Firma soll bekannt werden.
Sondern du.
Weniger Reichweite kann mehr Wirkung bedeuten
Wenn von zweitausend Menschen zweitausend weiterscrollen, ist das zwar Reichweite.
Aber noch keine Verbindung.
Wenn zwanzig Frauen lesen, fünf länger nachdenken, zwei wiederkommen und eine den Mut findet, mir zu schreiben, dann ist das für mich nicht wenig.
Dann ist etwas in Bewegung gekommen.
Vielleicht beginnt daraus ein Gespräch.
Vielleicht ein neuer Gedanke.
Vielleicht sogar ein neuer Weg.
Und genau darum geht es mir.
Nicht um größer, schneller und lauter.
Sondern um ehrlicher, klarer und passender.
Ich baue keinen Trichter.
Ich baue einen Leuchtturm.
Und vielleicht bist du gerade nicht zufällig an seinem Licht vorbeigekommen.
Mehr über Frautark 50+ und meinen selbstständigen Weg findest du hier:
Ich kann mich irren. Aber das sind meine Gedanken.
Ursel denkt laut. Wie denkst du darüber?


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