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🌼 Warum ich offen über Gesundheit spreche

21. Juli
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Sept.

Gesundheit gehört für mich zum Leben dazu. Nicht nur dann, wenn alles gut läuft, sondern gerade dann, wenn der Körper plötzlich eigene Pläne macht, der Bauch sich meldet, die Kraft fehlt oder der Alltag enger wird, als man es sich eigentlich gewünscht hätte.



Ich spreche offen darüber, weil Gesundheit kein Randthema ist. Sie beeinflusst, wie wir schlafen, arbeiten, einkaufen, spazieren gehen, lachen und planen. Und manchmal sogar, was wir uns überhaupt noch zutrauen.



Gesundheit begleitet mich allerdings nicht erst, seit mein eigener Körper angefangen hat, mir gelegentlich einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ich habe Arzthelferin gelernt und anschließend 36 Jahre beim Blutspendedienst gearbeitet. Medizinisches, Körperliches, Gesundheit und Krankheit waren für mich also schon sehr lange Teil meines Lebens.



Aber ich habe dabei auch gelernt: Es ist etwas ganz anderes, beruflich mit Gesundheit zu tun zu haben oder selbst diejenige zu sein, deren Körper plötzlich eigene Regeln aufstellt.

Du kannst vieles wissen. Du kannst Abläufe kennen, medizinische Begriffe verstehen und jahrzehntelang mit Menschen zu tun haben, bei denen Gesundheit eine Rolle spielt. Und trotzdem fühlt sich die Welt noch einmal ganz anders an, wenn du plötzlich selbst überlegen musst: Wo ist die nächste Toilette? Vertrage ich das Essen dort? Schaffe ich den Weg heute? Oder warum funktioniert etwas, das mir eigentlich guttun sollte, bei mir ausgerechnet überhaupt nicht?



Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich heute anders über Gesundheit denke.

Denn oft habe ich das Gefühl, dass darüber hauptsächlich in zwei Extremen gesprochen wird. Entweder wird es sehr sachlich und medizinisch, mit Begriffen, bei denen man erst einmal nachschlagen muss. Oder es klingt so, als müsste man nur positiv genug denken, sich richtig ernähren, genügend bewegen und ein paar Dinge richtig machen – und schon läuft der Körper wieder wie bestellt.



Mein Leben liegt irgendwo dazwischen.



Da gibt es Tage, an denen vieles leicht geht und ich kaum darüber nachdenke. Und dann gibt es diese anderen Tage, an denen schon ein Termin, ein Essen unterwegs oder ein längerer Weg ein bisschen mehr Planung braucht. Nicht dramatisch. Aber eben anders als bei jemandem, der einfach Jacke und Schuhe anzieht und losmarschiert.



Vielleicht kennst du solche Situationen selbst. Vielleicht sind es bei dir ganz andere Dinge als bei mir. Aber dieses Gefühl, dass der eigene Körper bei der Tagesplanung ein Wörtchen mitredet, dürfte mehr Menschen bekannt sein, als man manchmal glaubt.

Und genau deshalb erzähle ich davon.


Ich weiß nämlich selbst, wie wohltuend dieser eine kleine Gedanke sein kann:

Ah. Ich bin damit nicht allein.


Manchmal braucht es gar keinen großen Ratschlag. Manchmal reicht eine Geschichte, in der man sich wiedererkennt. Eine Erfahrung von jemandem, bei der man plötzlich denkt: Das kenne ich. Oder eine kleine Idee, auf die man selbst noch nicht gekommen ist und bei der man sagt: Das könnte ich für mich einmal ausprobieren.



Genau solche Dinge möchte ich hier teilen. Was ich ausprobiert habe, was mir im Alltag geholfen hat, wo ich Umwege gegangen bin und auch, was bei mir überhaupt nicht funktioniert hat. Denn gerade Letzteres gehört für mich genauso dazu.



Und obwohl ich ursprünglich aus einem medizinischen Beruf komme, möchte ich dir hier nicht erzählen, dass ich deshalb weiß, was für dich richtig ist.

Im Gegenteil.


Jeder Körper ist anders. Jeder Alltag ist anders. Und manchmal funktioniert etwas bei zehn Menschen wunderbar und beim elften eben nicht. Deshalb wirst du hier von mir keine großen Versprechen bekommen und auch kein „Du musst nur …“.

Du bekommst meine Erfahrungen.



Und vielleicht ist darunter irgendwann etwas, das dir hilft, deine eigene Situation ein bisschen anders anzuschauen. Vielleicht eine kleine Alltagserleichterung. Vielleicht ein Gedanke, den du für dich weiterverfolgst. Vielleicht auch nur eine Geschichte, bei der du grinsen musst, weil du denkst: Herrschaftszeiten, genau so geht’s mir auch.



Denn Gesundheit gehört für mich nicht in eine Schublade, die man nur öffnet, wenn etwas weh tut. Sie sitzt mit am Frühstückstisch, geht mit zum Spaziergang, fährt im Auto mit und mischt sich gelegentlich ungefragt in unsere Pläne ein.



Und manchmal erinnert sie uns dabei auch daran, ein bisschen genauer auf uns selbst zu hören.

Nicht perfekt. Nicht ständig. Und bestimmt nicht mit dem Anspruch, ab morgen alles „richtig“ zu machen.

Aber vielleicht ein kleines Stück bewusster.



Darum schreibe ich offen über Gesundheit. Nicht, weil sie unser ganzes Leben bestimmen soll, sondern weil sie nun einmal ein Teil davon ist. Mit guten Tagen, schwierigen Tagen und diesen vielen ganz normalen Tagen dazwischen, an denen man plötzlich merkt:

Heute geht es ein bisschen leichter.



Und wenn du solche Geschichten kennst, wenn dein Körper auch gelegentlich meint, bei deinen Plänen ein Mitspracherecht zu haben, dann geh ruhig noch ein Stückerl mit mir weiter.



Im Urselland findest du unter 🌼 Gesundheit & Alltag keine Hochglanzwelt, in der immer alles funktioniert. Dort erzähle ich von meinem echten Alltag, von Bauchgeschichten und kleinen Helfern, von Dingen, die mich überrascht haben, von Umwegen und Erkenntnissen und manchmal auch von Momenten, über die ich heute lachen kann, obwohl mir damals überhaupt nicht danach war.

Vielleicht findest du dort nicht die Lösung.

Aber vielleicht findest du deine nächste kleine Spur.


Komm mit. Im Urselland gibt’s noch einiges zu entdecken. 🌿


Ursel mit ihrem schwarzen Kater Krümel vor einem Leuchtturm – Titelbild zum Artikel „Warum ich offen über Gesundheit spreche“

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